Norbert Heinrich – Taiji Quan nach Patrick Kelly und Master Huang

Taiji dient der inneren Entwicklung und kann unser Leben bis ins hohe Alter nähren und unterstützen. Die Übungen bilden zusammen eine Einheit und bauen auf einander auf. Sie führen vom Einfachen zum Komplexen, von den Lockerungsübungen über die Formen zu den Partnerübungen und in die Meditation – letztendlich ins Leben.

Patrick Kelly ist viel durch die Welt gereist und hat die besten verfügbaren Lehrer auf dem inneren Weg gesucht. Er hat viele Jahre intensiv bei Master Huang in Malaysia Taiji Quan gelernt und wurde von ihm beauftragt, nach Europa zu gehen und hier das erlernte Taiji zu verbreiten. Ich hatte das Glück, ihn 1998 in Hamburg kennen zu lernen. Danach wusste ich, dass ich seinen Lehren folgen will. Patrick hat neben Master Huang, zwei weitere wichtige Lehrer gehabt, deren Unterweisungen mit in seine Lehre einfließen. Abdullah – ein Sufi-Meister in Auckland und den Yogi Mouni Maharaj in Rhayastan.

https://patrickkellytaiji.com/

 

Master Huang war Schüler von Professor Zheng Manqing. Als er anfing Taiji Quan zu lernen, war er schon in vielen Teilen Asiens als geachteter Kämpfer des Weißen Kranich-Stils (Baihequan) bekannt. Dem Weg des Taiji widmete er den Rest seines Lebens. Sein Einfluss ist weltweit im Taiji zu spüren.

Taiji in drei Minuten erklärt

 

Absicht (Yi): Im Taiji trainieren wir eine tiefe Absicht (Yi) und eine tiefe Wahrnehmung. Diese führen zu einer tiefen Intelligenz auf der jeweils angesteuerten Ebene.

„Die Absicht ist alles. Sie bestimmt die Qualität unserer Handlungen“. (Mouni Maharaj)

Die 5 Lockerungsübungen: Master Huang hatte über die Jahre viele Tausende Student*innen und nachdem er die Schwierigkeiten gesehen hatte, mit denen die meisten kämpften, hat er die 5 Lockerungsübungen in sein System eingeführt. Sie haben zum Ziel, die Gelenke, Muskeln, Sehnen und Faszien zu lockern, den Geist und die Emotionen zu beruhigen und um die richtige Methode des Loslassens, Sinkens und Leerwerdens zu finden. Die 5 Lockerungsübungen wurden inzwischen von vielen anderen Stilen übernommen.

Das Bamboo-Bending hat zum Ziel die Elastizität im Körper zu trainieren. Auch diese Übungen hat Master Huang ins Taiji gebracht, da er feststellte, dass viele seiner Schüler Schwierigkeiten hatten, die passende Elastizität in ihren Körpern zu finden.

Kurze Form (37 Bilder), Lange Form (108 Bilder), Taiji Stock (Kurz- und Lang-Stock)
In den Formen üben wir vorrangig die Kräfte, die wie Wellen durch den Körper fließen.

 

 

Die „Quick Fist“, ist eine alte Faustform die aus dem nördlichen Shaolin-Kloster ins südliche Shaolin-Kloster gelangte, von da im Weißen Kranich-Gong-Fu weiter lebte und nun das Taiji wieder vervollständigt. Schnelle Faustformen gab es früher viele, nun ist dank Meister Huang Xiangxian wieder eine im Taiji integriert.

 

 

Pushing Hands oder Tuishou werden Partnerübungen im Taiji genannt. Hier üben wir kooperativ und im geschützen Rahmen Fixed Patterns, kleine Partnerformen und freies Push Hands. Die Basis bilden die folgenden 8 Übungen.
Eight Basic Pushing Hands:
1. Seven Pushes
2. Single Hand Push
3. Two-handed Shoulder Push
4. Swinging Arm
5. Elbow Push
6. Round Hands
7. Ward-off, Pull-back, Press and Push
8. Open and Close

 

Push-Hands

 

Meditation: Am Ende jeder Unterrichtseinheit, wenn wir durch das Üben eine gewisse Tiefe erlangt haben, Körper, Emotionen und Geist in einem guten Zustand sind, dann folgt eine angeleitete Meditation im Sitzen. Ziel der Meditation ist es, die inneren Energiezentren (ätherisch, emotional, mental) zu aktivieren und auf deren tieferen Ebenen agieren zu lernen.

Wollen wir uns kennen lernen? (Oder eine weitere Decke drüber legen?)
In meinem Unterricht hole ich die Teilnehmer*innen da ab, wo sie stehen und sie werden von mir individuell gefördert. Jeder und jede kann so im eigenen Tempo lernen. Für ein gutes Vorankommen sind zwei Termine pro Woche optimal.